GENF, 14. Juni. — Die Internationale
Arbeitsorganisation (ILO) rief heute zum Abschluss
ihrer 101. Konferenz zu dringenden und energischen
Maßnahmen auf, um der Krise auf dem Arbeitsmarkt zu
begegnen, die 75 Millionen Jugendliche aus aller
Welt betrifft.
Im Abschlussdokument des Treffens, das am 30. Mai
begann, wird festgestellt, dass die Welt Gefahr
läuft, eine Generation zu verlieren, wenn sie diese
ernste Situation nicht konfrontiert.
Die Delegierten der Konferenz ermahnten die
Regierungen, das multilaterale System, die G-20 und
alle relevanten Organisationen auf nationaler,
regionaler und internationaler Ebene, dem Problem
unter der Führung der ILO zu begegnen.
Es seien viele Erkenntnisse darüber gewonnen
worden, wie die Hindernisse überwunden werden
könnten, die die Jugendlichen innerhalb des
Arbeitsmarktes vorfinden, aber in vielen Ländern
habe die wirkungslose makroökonomische Politik nicht
genügend Arbeitsplätze für die Jugendlichen
hervorgebracht, besagt der Text.
Der Aufruf fügt hinzu, dass politisches
Engagement und innovative Ansätze grundlegend dafür
sind, die Situation zu verbessern.
Der ILO zufolge sind 75 Millionen Jugendliche
arbeitslos, vier Millionen mehr als im Jahr 2007,
und von dieser Gesamtzahl haben sechs Millionen die
Suche nach Arbeit vollkommen aufgegeben. (PL)