Politische Gefangene des Imperiums MIAMI 5       

     

K U B A

Havanna, 26. Juni  2012

 

Präsident Weißrusslands schätzt seinen Besuch in Kuba als sehr positiv ein
● Erklärungen von Armeegeneral Raúl Castro zum Staatsstreich in Paraguay

Aliana Nieves Quesada

Der Präsident Weißrusslands, Aljaksandr Lukaschenko, erklärte am Montag zum Abschluss seines Offiziellen Besuches in Kuba, sehr positive Ergebnisse erreicht zu haben und wies auf die großartigen Perspektiven seiner Regierung in den Beziehungen mit den Ländern der ALBA und Lateinamerikas hin.

Foto: Estudios RevoluciónLukaschenko, der nach Venezuela weiterreiste, informierte darüber, dass in jenem südamerikanischen Land Bedingungen geschaffen werden sollen, die es Weißrussland ermöglichen, von dort aus mit Lateinamerika in wirtschaftlicher Hinsicht zusammen zu arbeiten.

Der Regierungschef wurde auf dem internationalen Flughafen José Martí von Armeegeneral Raúl Castro Ruz verabschiedet, der darum bat, dem venezolanischen Volk eine Umarmung von Seiten des kubanischen und weißrussischen Volkes zukommen zu lassen.

In Erklärungen gegenüber der Presse brachte Raúl zum Ausdruck, dass ihn die letzten Ereignisse in Lateinamerika nicht überraschen. „Die Staatsstreiche sind zurückgekommen, aber getarnt", sagte er mit Bezug auf die kürzliche Absetzung des paraguayischen Präsidenten Fernando Lugo.

„Es war ein Putsch, das ist kein Zufall, ... in diesem Fall benutzten sie das Parlament und die reaktionäre Mehrheit, die sie dort haben", kommentierte er.

Der kubanische Präsident erzählte auch von einem Gespräch mit Fidel, in dem dieser die Meinung äußerte, dass sobald die US-amerikanischen Interessen in Lateinamerika bedroht wären, die Staatsstreiche wieder an der Tagesordnung sein würden.

Er erinnerte an die Rolle, die das Weiße Haus mit Henry Kissinger 1973 bei der Absetzung von Salvador Allende in Chile spielte und hob hervor, dass dies schon damals eine derartig diskreditierte Methode war, dass andere Mechanismen gefunden wurden, wie die demokratischen Freiheiten und die von Washington erteilten Führungszeugnisse, um sie zu rechtfertigen.

Der Präsident des Staats- und des Ministerrats erinnerte desweiteren an die Ereignisse in Venezuela im Jahr 2002, als „sie mit Chávez die Geduld verloren und einen Militärputsch erfanden, der scheiterte und ihn das Volk rettete".

Er bezog sich auch auf die Geschehnisse in Bolivien, wo eine Spielart der Methode angewendet wurde. In jenem Fall wurde mittels des Separatismus der Provinz Media Luna vorgegangen, der von der lokalen Oligarchie und der extremen Rechten angeführt wurde, woraufhin die Staatschefs der UNASUR aber zusammentraten und die Aktion zurückdrängten, fügte er hinzu.

Danach kam Honduras an die Reihe, als Mitglied der ALBA. Bei jener Gelegenheit „setzten sie den Präsidenten in ein kleines Flugzeug und brachten ihn auf den Stützpunkt Palmerola, noch berühmt aus der Zeit des Kampfes gegen die nikaraguanische Revolution". „Von dort aus flogen sie nach Costa Rica und ließen den Präsidenten mitten auf der Landebahn zurück".

Der kubanische Präsident beendete seine Erklärungen mit einem Rückblick auf die Ereignisse von Ecuador, „wer hat je gesehen, dass Polizisten Staatsstreiche verüben?". „Sie werden es weiter versuchen, das ist der Grund", endete er.

Wenige Stunden vor seiner Abreise legte das weißrussische Staatsoberhaupt ein Blumengebinde an der Gedenkstätte für José Martí auf dem Platz der Revolution nieder, wobei er vom Vizeminister für Auswärtige Beziehungen, Dagoberto Rodríguez, und weiteren Mitgliedern des kubanischen und weißrussischen Außenministeriums begleitet wurde.

Als Teil der bilateralen Aktivitäten unterzeichneten Havanna und Minsk zwei Verträge und drei Memoranden über Zusammenarbeit auf den Gebieten der Wissenschaft, Technologie, des Gesundheitswesens und der Landwirtschaft.

Der Erste stellvertretende Ministerpräsident Weißrusslands, Wladimir Semaschko, bezeichnete Kuba als eines der weltweit führenden Länder auf dem Gebiet der Pharmakologie und Biotechnologie und bekundete das Interesse seines Landes, in dieser Hinsicht Beratung durch die Insel zu erfahren.

Semaschko fügte hinzu, dass beide Länder beschlossen haben, über Projekte für die Reparatur von Fracht- und anderen Transportmitteln zu beraten, die Kuba in Weißrussland gekauft hat und die Lieferung von Ersatzteilen und Werkzeugen zur Instandhaltung zu planen.

Kuba und Weißrussland begingen im Mai dieses Jahres den 20. Jahrestag ihrer diplomatischen Beziehungen. Der bilaterale Handelsaustausch umfasste im Jahr 2011 etwa 50 Millionen Dollar.

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