Politische Gefangene des Imperiums MIAMI 5       

     

K U B A

Havanna, 28. Juni  2012

 

1,44 Tonnen Rauschgift stellte
Kuba in den ersten Monaten
des Jahres 2012 sicher

HaVaNna, 26. Juni . —  Die kubanischen Behörden beschlagnahmten in den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres 1,44 Tonnen Rauschgift. In der Mehrzahl der Fälle handele es sich um Pakete, die im Meer schwammen, informierte heute der Chef der Antidrogen-Nationalleitung, Oberst Domingo Ibáñez.

Nach Worten des hohen Offiziers des Ministeriums des Innern entfällt der größte Teil der abgefangenen Drogen auf Marihuana. Die Pakete tauchen an den Küsten der Insel auf, nachdem sie von den Rauschgifthändlern in das Karibische Meer geworfen werden, um Kontrollen zu entgehen, sie aber zu späterem Zeitpunkt wieder einzusammeln.

Von der Gesamtmenge der beschlagnahmten Drogen entfallen 1,41 Tonnen auf diese angeschwemmten Pakete. An den Grenzpunkten auf den Flughäfen wurden 24 Versuche des Rauschgiftschmuggels vereitelt, bei denen es sich vor allem um Kokain gehandelt habe, sagte der Oberst gegenüber Prensa Latina auf einem Treffen mit Journalisten im Justizministerium anlässlich des Welttages gegen Drogen.

Im Jahr 2011 beschlagnahmte Kuba 9,1 Tonnen Rauschgift und vereitelte 22 Aktionen des Rauschgifthandels auf seinen Flughäfen, wo die kubanischen Zollorgane mit modernen Ausrüstungen vorgehen, erinnerte der Beamte.

Gemäß Ibáñez wurden im Landesinneren in den letzten 17 Monaten weniger als 103 Kilogramm Drogen aufgespürt, was seiner Meinung nach die Wirksamkeit der im Land existierenden Kontrollen unter Beweis stellt.

„Hier funktioniert ein Anti-Drogen-System des Ministeriums des Innern und es besteht ein hoher Grad der Zusammenarbeit zwischen den staatlichen Einrichtungen. Dieses Szenarium widerspiegelt den politischen Willen unserer Regierung, die Geißel des Rauschgifthandels zu bekämpfen“, stellte er fest.

Für den Oberst der Anti-Drogen-Einheit ist auch die Rolle der Bevölkerung hervorzuheben, die Drogen ablehnt und sich durch ihre Beteiligung im Kampf gegen sie auszeichnet.

Beim Abfangen der angeschwemmten Drogenpakete wirken auf der Insel die so genannten „Sonderkommandos mit Blick aufs Meer“ mit, zu der Bürger aller Altersgruppen gehören, die tagtäglich an den Küsten die Annäherung von Paketen mit Rauschgift beobachten.

Während des Dialogs mit Vertretern der in Kuba akkreditierten ausländischen  Presse kommentierte Ibáñez die steigende Tendenz der gefassten Schmuggelversuche an den Grenzpunkten der Flughäfen, mit Drogen, die für den Binnenmarkt bestimmt sind.

Dieser beginnende Markt ist angesichts des fehlenden Angebots durch besonders hohe Preise gekennzeichnet, weshalb skrupellose Personen mit dem Einführen von Drogen aus dem Ausland versuchen, gute Gewinne zu erzielen, erläuterte er.

Ibáñez schloss aus, dass diese Personen eine Beziehung zu etwaigen kriminellen Organisationen auf der Insel hätten, wie diejenigen, die den Rauschgifthandel in mehreren lateinamerikanischen und karibischen Ländern bestimmen.

„In Kuba gibt es weder Drogenkartelle noch eine Mafia; wir können nicht davon sprechen, weil sie nicht existieren“, versicherte er.

Der hohe Offizier des Ministeriums des Innern wies außerdem auf die hohen Strafen der kubanischen Gesetzgebung für Rauschgiftdelikte hin.

„Hier bestrafen wir mit Strenge den Rauschgifthandel, aber wenn es sich um Konsumenten handelt, behandeln wir sie wie Patienten und Opfer der Geißel und lenken unsere Anstrengungen auf deren Wiedereingliederung in die Gesellschaft“, fügte er hinzu.  (PL)
 

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