Ein inniges Lob auf Casa de las Américas (das
Haus der Amerikas) für seine würdige Rolle in der
Wiederentdeckung des Kontinents war die Essenz der
Rede, mit der der uruguayische Schriftsteller
Eduardo Galeano die 53. Auflage seines
Literaturpreises offiziell für eröffnet erklärte.
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Galeano in Begleitung von Abel Prieto
und Fernández Retamar
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„Das Haus, das uns am meisten geholfen hat,
Amerika zu entdecken und die vielen Amerikas, die in
Amerika enthalten sind", war das erste Argument,
waren die ersten Worte, mit denen der Autor von
El libro de los abrazos (Das Buch der Umarmungen)
sich auf die vor 52 Jahren geschaffene Einrichtung
bezog.
„Seit mehr als einem halben Jahrhundert hilft es
uns, uns mit unseren eigenen Augen zu sehen, von
unten und von innen, und nicht mit den Blicken, mit
denen man uns von oben und von außen schon immer
erniedrigt hat", unterstrich der Redner, als er das
Gepräge einer Einrichtung bewertete, die Tochter der
kubanischen Revolution ist.
„Tausend Dank", war der Ausdruck, mit dem er
seine Treue zu dieser herzlichen Heimstätte der
lateinamerikanischen Kultur betonte, die ihre
Pforten auch allen Teilen der Welt öffnet, „für
alles, was das Haus getan hat und tut für die
Offenbarung unserer schöpferischen Energien, die
tausend Mal ermordet wurden und tausend Mal wieder
auferstanden", und für den „Raum der Treffen und den
Resonanzkasten", den das Haus für „diese
hartnäckigen wiedergeborenen Stimmen, die aus der
weitesten Vergangenheit und der nächsten Gegenwart
zu uns sprechen", bedeutet hat.
Bei der Eröffnungszeremonie des Preises waren
zugegen: Ricardo Alarcón de Quesada, Mitglied des
Politbüros und Präsident der Nationalversammlung der
Volksmacht; Abel Prieto, Minister für Kultur;
Armando Hart Dávalos, Mitglied des Zentralkomitees
und Direktor des Büros des Programms José Martí,
sowie Roberto Fernández Retamar, Präsident des
Hauses Casa de las Américas.
Die Jury, die aus zwanzig angesehenen
lateinamerikanischen, karibischen und europäischen
Intellektuellen besteht, wurde von Jorge Fornet,
Direktor des Instituts für Literarische Forschungen
der Einrichtung, vorgestellt.