Politische Gefangene des Imperiums MIAMI 5       

     

K U L T U R

Havanna, 17. Januar 2012

 

Das Haus, das uns am meisten geholfen hat, Amerika zu entdecken
Gestern wurde die Jury für die Vergabe des Literaturpreises Casa de las Américas 2012 eingesetzt

Madeleine Sautié Rodríguez

Ein inniges Lob auf Casa de las Américas (das Haus der Amerikas) für seine würdige Rolle in der Wiederentdeckung des Kontinents war die Essenz der Rede, mit der der uruguayische Schriftsteller Eduardo Galeano die 53. Auflage seines Literaturpreises offiziell für eröffnet erklärte.

Galeano in Begleitung von Abel Prieto und Fernández Retamar
Galeano in Begleitung von Abel Prieto
 und Fernández Retamar

 

„Das Haus, das uns am meisten geholfen hat, Amerika zu entdecken und die vielen Amerikas, die in Amerika enthalten sind", war das erste Argument, waren die ersten Worte, mit denen der Autor von El libro de los abrazos (Das Buch der Umarmungen) sich auf die vor 52 Jahren geschaffene Einrichtung bezog.

„Seit mehr als einem halben Jahrhundert hilft es uns, uns mit unseren eigenen Augen zu sehen, von unten und von innen, und nicht mit den Blicken, mit denen man uns von oben und von außen schon immer erniedrigt hat", unterstrich der Redner, als er das Gepräge einer Einrichtung bewertete, die Tochter der kubanischen Revolution ist.

„Tausend Dank", war der Ausdruck, mit dem er seine Treue zu dieser herzlichen Heimstätte der lateinamerikanischen Kultur betonte, die ihre Pforten auch allen Teilen der Welt öffnet, „für alles, was das Haus getan hat und tut für die Offenbarung unserer schöpferischen Energien, die tausend Mal ermordet wurden und tausend Mal wieder auferstanden", und für den „Raum der Treffen und den Resonanzkasten", den das Haus für „diese hartnäckigen wiedergeborenen Stimmen, die aus der weitesten Vergangenheit und der nächsten Gegenwart zu uns sprechen", bedeutet hat.

Bei der Eröffnungszeremonie des Preises waren zugegen: Ricardo Alarcón de Quesada, Mitglied des Politbüros und Präsident der Nationalversammlung der Volksmacht; Abel Prieto, Minister für Kultur; Armando Hart Dávalos, Mitglied des Zentralkomitees und Direktor des Büros des Programms José Martí, sowie Roberto Fernández Retamar, Präsident des Hauses Casa de las Américas.

Die Jury, die aus zwanzig angesehenen lateinamerikanischen, karibischen und europäischen Intellektuellen besteht, wurde von Jorge Fornet, Direktor des Instituts für Literarische Forschungen der Einrichtung, vorgestellt.
 

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