Politische Gefangene des Imperiums MIAMI 5       

     

U N S E R - A M E R I K A

Havanna, 17. August 2012

 

Ecuador gewährt Julian Assange politisches Asyl

Quito. Die Regierung Ecuadors hat am Donnerstag das von Julian Assange beantragte Asyl gewährt, da er bisher weder von Großbritannien noch von Schweden die Garantie erhalten hat, dass er nicht in die USA ausgeliefert wird, wo seines Erachtens sein Leben in Gefahr wäre.

Ecuadors Außenminister Ricardo Patiño hat für dieses Wochenende
mehrere Dringlichkeitstreffen regionaler Gremien in Quito angekündigt.

Ecuador habe sich angesichts der Drohung Großbritanniens, in die Botschaft des Landes einzudringen, an die Staatenbündnisse Unasur und ALBA sowie an die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) gewandt.

Die Generalsekretäre und Präsidenten der drei Organisationen hätten den Antrag seiner Regierung entgegengenommen, so Patiño. Die Treffen von Unasur und ALBA sind bereits für kommenden Samstag und Sonntag in Quito geplant.

Im Fall der OAS habe Generalsekretär José Miguel Insulza zugesagt, in den kommenden Tagen eine außerordentliche Sitzung zur Prüfung des Antrags einzuberufen. Er erwarte, dass die OAS in diesem Fall die entsprechende Antwort geben könne, sagte Patiño auf einer Pressekonferenz mit den in Quito akkreditierten Medien nach der Gewährung des Asyls für Julian Assange. Wie inzwischen bekannt wurde, haben alle Länder der OAS mit Ausnahme der USA und Kanadas dem Vorschlag Ecuadors zu einer Dringlichkeitssitzung zugestimmt. Eine Entscheidung wird im Laufe des heutigen Tages erwartet.

Ecuador will erreichen, dass diese internationalen Organisationen zu der Erklärung Großbritanniens Stellung nehmen, der zufolge dieses Land angeblich ermächtigt sei, den Gründer von WikiLeaks innerhalb der diplomatischen Vertretung zu verhaften.

Unterdessen haben die Regierungen des ALBA-Bündnisses ihre Solidarität mit Ecuador erklärt. Falls die Drohungen gegenüber Ecuador umgesetzt würden, hätte dies schwerwiegende Folgen für die Beziehungen der ALBA-Länder zu Großbritannien, heißt es in der Erklärung, die gestern in Caracas veröffentlicht wurde.
 

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